Schweizer SDG Tourismus-Dialog zu Nachhaltigkeit

Mehr Nachhaltigkeit im Tourismus

Nach zwei Jahren Aufbauarbeit wird das Community-Projekt Schweizer SDG-Tourismus Dialog im 2022 in die Aktivitäten des neu geschaffenen Kompetenzzentrums Nachhaltigkeit (KONA) des STV eingebettet. Der STV führt damit die Bestrebungen zur Verankerung der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) in der Branche weiter.

Zentraler Bestandteil des SDG-Dialogs ist die aktiv bewirtschaftete Community mit über 800 Mitgliedern auf der Social-Media-Plattform «LinkedIn». Auf der Seite werden beispielsweise bestehende Initiativen, internationale Projekte und relevante Studien geteilt, um die Akteur*innen zielführend zu informieren und zu vernetzen. Weiter ist der SDG-Dialog an wichtigen Branchenanlässen präsent, mit dem Ziel, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Nachhaltigkeitsziele zu sensibilisieren und über Chancen und Herausforderungen zu diskutieren.   

Kontinuität sicherstellen
Der SDG-Dialog wurde im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) aufgebaut und bis anhin von einem interdisziplinären Konsortium geführt. Die beiden bisherigen Co-Projektleiter des Dialogs, Rafael Enzler (gutundgut gmbh) und Veronika Schanderl (Schweizerische Stiftung für technische Entwicklungszusammenarbeit, Swisscontact) sind erfreut über die Eingliederung in das neugeschaffene KONA: «Dass uns Nachhaltigkeit im Sinne der Kontinuität des Projekts gelingt, ist ein Erfolg für alle Beteiligten.» Der STV ist als Teil des Konsortiums seit der ersten Stunde ein wichtiger Partner des Dialogs. «Wir haben den SDG-Tourismus Dialog von Beginn an eng begleitet und freuen uns, das Projekt im Sinne der Community weiterzuführen und auch weiterzuentwickeln», sagt Philipp Niederberger, Direktor des STV. 

Nachhaltiges Reisen als Schwerpunkt
Neben dem SDG-Dialog ist auch das von Schweiz Tourismus entwickelte Nachhaltigkeitsprogramm «Swisstainable» Teil des Kompetenzzentrums Nachhaltigkeit des STV. Das Programm zeichnet Betriebe auf Basis ihres Engagements für eine nachhaltige Entwicklung aus und schafft Orientierung für die Gäste. Mit dem SDG-Tourismus Dialog und «Swisstainable» nimmt der Tourismussektor seine Verantwortung wahr und leistet seinen Teil zur Erreichung der Klimaziele 2050 des Bundesrats und der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, zu denen sich die Schweiz verpflichtet hat. 


Im August 2020 wurde an der Generalversammlung des Schweizer Tourismus-Verbands (STV) in St. Gallen der Schweizer SDG Tourismus-Dialog lanciert.

Das vielfältige und breit abgestützte Konsortium mit dem Schweizer Tourismus-Verband, der gutundgut GmbH, der Stiftung myclimate, der Schweizer Stiftung für technische Entwicklungszusammenarbeit Swisscontact, dem Beratungsunternehmen ecos, dem Netzwerk Schweizer Pärke und der Fachhochschule Graubünden gab den Anstoss zum Projekt. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO unterstützt das Vorhaben.

Die Initiative will die globale Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) in der Tourismusbranche stärker verankern. Insbesondere im Tourismus, in dem viele Branchen zusammenfinden, ist ein angeregter Dialog zentral, um einen vereinten Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen zu leisten. 

Nachhaltige Tourismusentwicklung effizienter voranbringen

Die Initiative verfolgt das Ziel, dank Wissensaustausch die SDGs zielgerichteter und effektiver zu erreichen. Das Potenzial liegt in einer besseren Vernetzung sämtlicher Akteure im Schweizer Tourismus und der Förderung des praxisbezogenen Erfahrungsaustauschs. Die Rolle des SDG-Dialogs besteht darin, die Nachhaltigkeitsziele bekannter zu machen, Wissen zusammen zu bringen, für Initiativen passende Partner zu suchen und diese aktiv im Netzwerk zu kommunizieren. Der Schweizer Tourismus-Dialog entwickelt in dem Sinne keine eigenen Projekte, sondern bringt engagierte Partner zusammen.

Den Austausch ermöglichen und koordinieren

Diese Aktivitäten werden verfolgt: Eine soziale Netzwerkanalyse beabsichtigt, einerseits die Vernetzung der Tourismusakteure zu analysieren und andererseits isolierte Player zu identifizieren. Basierend auf der Analyse schlägt der Schweizer SDG Tourismus-Dialog gezielt Brücken zwischen Netzwerken.

Mit dem QR-Code geht es zur LinkedIn-Gruppe | #SwissTourism4SDGs

Die LinkedIn-Gruppe «SwissTourism4SDGs - Swiss Tourism Dialogue on the Sustainable Development Goals» funktioniert als praxisbezogene Wissensplattform und soll Kooperationen ermöglichen. Ergänzend dazu wird die internationale Plattform UNWTO Tourism for SDGs (www.tourism4sdgs.org) genutzt, um Best Practices, Nachhaltigkeitsinitiativen und Veranstaltungen zu publizieren.

Der Hashtag #Swisstourism4sdgs verlinkt sämtliche Beiträge. Auf Veranstaltungen wird zudem in den persönlichen Dialog mit Tourismusakteuren getreten.

Das Konsortium will mit diesen Aktivitäten ein grösseres Bewusstsein für die SDGs schaffen und zum Handeln auffordern. Zur Erreichung der Ziele bis 2030 hat sich die Schweiz verpflichtet.

Sustainable Development Goals 2030

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung bilden bis 2030 den globalen Referenzrahmen für eine wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung. Sie wurden 2015 von den UNO-Mitgliedstaaten verabschiedet und richten sich an die Regierungen weltweit, aber auch die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft. Die Schweiz setzt sich für die Umsetzung der Agenda 2030 sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene ein. Der Tourismus als Querschnittssek­tor kann einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieser Ziele leisten. 

Medienkontakt: Rafael Enzler, Projektleitung, rafael.enzler@gutundgut.ch, +41 79 261 30 87