St. Gallen

Update vom 09.04.2021

Kanton passt Härtefallhilfe für Betriebe an

Die von der Regierung verabschiedete Änderung umfasst zwei Punkte. Neu muss ein Unternehmen vor dem 1. Oktober 2020 gegründet worden sein, um einen Antrag auf Unterstützung stellen zu können. Bisher galt der 1. März 2020 als Stichdatum.

Aktuell beläuft sich die Zahl der im Kanton St.Gallen gestellten Härtefallgesuche auf insgesamt 1'465. Davon sind bis heute über 80 Prozent durch die zuständigen Stellen entschieden worden. Aufgrund von unvollständigen Unterlagen und durch notwendige Rückfragen konnten einige der Anträge noch nicht abgeschlossen werden. Bisher wurden bereits über 71 Millionen Franken in Form von à Fonds perdu-Beiträgen oder als Solidarbürgschaften ausbezahlt.

Unter Kantonale Härtefallmassnahmen | sg.ch finden Sie alle Unterlagen/Anforderungen.


  • Für ungedeckte Fixkosten werden nicht rückzahlbare Beiträge gewährt. Diese neue Regelung führt voraussichtlich zu mehr A-Fonds-Perdu-Beiträgen (dies ist ganz in unserem Sinne). Gesuchssteller müssen dazu kein neues Gesuch einreichen. Diese Information/Handhabung wird bei der Gesuchsprüfung neu angewendet. Bereits behandelte Gesuche werden diesbezüglich nochmals durch den Kanton beurteilt. Die Gesuchssteller haben vom Kanton eine Information erhalten. Sie müssen grundsätzlich nichts unternehmen.

 


Aufgrund der am Dienstag, 19. Januar 2021 durch die St.Galler Regierung erlassenen Anpassungen, die seit 21. Januar 2021 in Kraft sind, ändern sich die Möglichkeiten der Antragsstellung erheblich.

Nicht nur, aber insbesondere ändern sich folgende Punkte:

  • Ein Antrag kann auf drei Arten begründet eingereicht werden:
    • Typ 1: Umsatzausfall im Jahr 2020 von mindestens 40% (bisher)
    • Typ 2: Umsatzausfall in den letzten 12 Monaten von mindestens 40% (neu)
    • Typ 3: Behördliche Anordnung zur Schliessung über mindestens 40 Tage seit dem 1.11.2020 (neu – die Beschränkung auf die NOGA Codes gilt hier nicht und es entfallen weitere Anspruchsvoraussetzungen wie der Nachweis eines Umsatzausfalles)
       
  • Auch Zulieferbetriebe können Härtefall-Unterstützung beantragen, wenn sie nachweisen, dass sie einen Umsatzrückgang von 40 Prozent erlitten haben und dieser wenigstens zu 75 Prozent auf ausgebliebene Geschäftstätigkeiten mit Unternehmen zurückzuführen sind, die ihrerseits grundsätzlich Anspruch auf Härtefallhilfen haben. Entsprechend obiger Auflistung als Typ 1 oder Typ 2 (Zulieferer an Unternehmen, die in der NOGA Liste enthalten sind; neu)
     
  • Die maximal mögliche Höhe der nicht rückzahlbaren Beiträge beträgt neu 20% vom durchschnittlichen Jahresumsatz 2018 und 2019 und höchstens 750'000 Schweizer Franken (bisher: 10% und höchstens 500'000 Schweizer Franken)
     
  • Der zu verwendende Finanzplan wurde insbesondere für Anträge unter 100'000 Schweizer Franken erheblich vereinfacht.

Aufgrund dieser Anpassungen bitten wir Sie, dass Sie Ihren Antrag erneut einreichen. Damit ersetzen Sie den bisherigen Antrag, behalten aber den Zeitstempel des bisherigen Antrages (somit Gleichbehandlung hinsichtlich "first come, first serve"). Die Frist für eine erneute Einreichung endet am 31. Januar 2021.

Da Sie einen neuen Antrag hinsichtlich der oben genannten Punkte anpassen können, wird eine neue Einreichung in der Regel vorteilhaft für das antragsstellende Unternehmen sein. Entsprechend empfehlen wir Ihnen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

Sollten Sie sich entscheiden, keinen neuen Antrag einzureichen, oder wird ein erneuter Antrag erst nach der oben genannten Frist eingereicht, gilt der bisher eingereichte Antrag für die Prüfung, auch was die Antragshöhe und den Antragstyp betrifft (nach bisheriger Verordnung war nur Typ 1 möglich). Eine automatische Anpassung des Antrages ist aufgrund der erheblichen Änderungen leider nicht möglich.

Wichtige Links zum Thema:

Fachgremium Kantonale Härtefallmassnahmen St.Gallen